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Nächtlicher Hangrutsch sorgt für Einsatz

In den frühen Morgenstunden erlebten Besucher des Clubs Conrad Sohm in Dornbirn eine unerwartete Überraschung.

Ein Hangrutsch führte dazu, dass 91 Gäste des beliebten Nachtlokals über Nacht eingeschlossen wurden. Laut Ralf Hämmerle, einem Sprecher der Stadt Dornbirn, kam es zu keiner unmittelbaren Gefahr für die Anwesenden. Jedoch waren sie gezwungen, im Club zu verharren, da der Zugang durch Erdmassen blockiert war. Am Samstagmorgen konnten alle Besucher evakuiert werden - es gibt keine Verletzten.

Die Evakuierung erfolgte gegen 9:30 Uhr. Dafür stellte die Stadt einen Stadtbus zur Verfügung, der die Besucher:innen, die bis dahin von der Crew des Conrad Sohms betreut wurden, sicher in die Stadt bringen konnte. Ein großer Teil der Gäste kam mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Club. Die Feuerwehr war laufend in Kontakt mit dem Betreiben des Clubs, der die Einsatzkräfte über die Stimmung und Situation informierte.

Etwa 150 Meter oberhalb des Conrad Sohm gerieten Hänge in Bewegung, was den Hangrutsch verursachte. Die daraus resultierenden Erdmassen bedeckten den Parkplatz des Nachtlokals, was den Zugang erheblich erschwerte. Hämmerle informierte, dass Bagger schnell zum Einsatz kamen, um die Erdmassen zu beseitigen und den Zugang wieder zu ermöglichen.

Nach einer ersten Begehung durch den Landesgeologen kann vorerst keine Entwarnung gegeben werden. Es sind weitere Rutschungen möglich, weshalb der Club bis auf weiteres geschlossen bleiben muss. Informationen zu den geplanten Veranstaltungen, mögliche Absagen oder Ausweichquartiere finden sich im Laufe des Tages auf der Homepage sowie in den Sozialen Medien des Conrad Sohm.

Positive Stimmung trotz dramatischer Situation

Trotz der dramatischen Umstände blieben die eingeschlossenen Gäste laut Hämmerle in guter Stimmung. Sie mussten ausharren, bis die Evakuierung möglich war. Es bestand die Hoffnung, dass die Situation rasch geklärt und alle Gäste sicher das Gelände verlassen könnten.

Auf dem Parkplatz wurden zwei Fahrzeuge beschädigt. Auch zwei Brücken, jene über die Dornbirner Ache sowie der Fußgängersteg über den Bodenbach wurden beschädigt. Die Zufahrt zum Conrad Sohm bleibt bis auf weiteres gesperrt. Der Hang wird laufend beobachtet. Sobald das Wetter eine gute Sicht auf die Abrisskante und den Erdrutsch zulässt, wird der Hang mit einer Drohne beflogen, um das Ausmaß zu beobachten und die mögliche weitere Entwicklung besser beurteilen zu können.

Im Einsatz waren die Feuerwehr Dornbirn, die Polizei sowie die Wildbach- und die Lawinenverbauung. Als Leiter der Stadteinsatzleitung koordinierte Vizebürgermeister Julian Fässler den Einsatz vor Ort.

(VOL.AT)

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